Tipps und Tricks

 Gemüseportraits

Tomaten
Tomaten sind Dunkelkeimer, das heisst der Samen muss mit Erde bedeckt sein damit er keimen kann. Sie benötigt zwischen 18° und 25° Grad um zu keimen.
Standort: so sonnig wie möglich, optimal sind 8 Stunden Sonne täglich. Kalkhaltiger Boden ist wichtig
Pflege: Gleich beim Pflanzen mit Kompost oder Hornspäne düngen und gelegentlich mineralhaltigen Dünger verwenden. Die Pflanzen sollten hochgebunden werden. Bei steigender Grösse muss auch die Stange oder was Sie auch zum hochbinden verwenden angepasst werden und der obere Teil auch wieder fest gebunden werden. Nach etwa 7-8 Blütentrauben sollte man den Haupttrieb kappen. Tomatenpflanzen schneidet man nicht, um keine Krankheiten zu übertragen. Regelmäßig von unten gießen, damit die Blätter nicht nass werden. Empfohlen wird auch ein Dach. Gegen Mehltau und weiße Fliege kann man mit Basilikum unterpflanzen.
Ernte: Ernten Sie wenn die Tomaten richtig rot sind. Im Herbst, vor dem ersten Frost können auch die noch grünen Tomaten geerntet werden. Sie werden in Zeitungspapier eingewickelt, etwa 5-6 Tomaten in ein Paket, und reifen dort noch nach.
Vermehrung: Ende Februar werden die Samen in Saatschalen pflanzen. Hell und bei etwas über 20 Grad müssen die Pflanzen vorkeimen. Nach etwa 3-4 Wochen in kleine Töpfe pikieren. Nach den Eisheiligen können die Setzlinge in den Garten ausgepflanzt werden.
Gute Nachbarn: Gute Nachbarn sind wichtig, damit die Pflanze gut wächst und viel Früchte trägt. Sie nehmen der Tomate nicht zu viele Nährstoffe weg. Basilikum, Buschbohnen, Chicorée, Dill, Kohlrabi, Knoblauch, Möhren, Paprika oder Petersilie, Porree Salat, Sellerie, Spinat und Zwiebeln. Auch Kapuzinerkresse ist gut geeignet.
Schlechte Nachbarn: Erbsen, Fenchel, Gurken, Kartoffeln und Rote Beete.

Gurken
Gurken sind sehr gesund, da sie viele Vitamine und Spurenelemente enthalten. Sie besteht zu 96,8% aus Wasser. Die Gurke soll auch zum Senken des Blutdruckes sehr gut geeignet sein.
Standort: Sie mag es sehr sonnig und feucht, humusreiche Erde, die locker ist, ist eine sehr wichtige Komponente.
Pflege: Sie muss regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Als Dünger ist halbverrotteter Kompost oder abgelagerter Rinderdung sehr vorteilhaft. Die Wurzeln der Pflanze stets warm halten. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist wichtig. Dill und Basilikum neben Gurken gepflanzt erzielen eine wachstumsfördernde Wirkung. Die Gurke kann bis zu vier Meter lang werden. Genau wie bei Tomaten entfernt man regelmäßig die Triebe.
Erntezeit: Geerntet wird von Juni bis in den September. Es kann durchgehend geerntet werden.
Vermehrung: Die Samen sollten zur Verbesserung der Keimfähigkeit ca. eine halbe Stunde in 50° heißem Wasser liegen. Danach nimmt man die auf dem Boden liegenden Samen zur weiteren Verwendung. Die anderen keimen nicht. Jedes Samenkorn einzeln in einen kleinen Topf mit Anzuchterde geben und nicht pikieren. Anfang Juni werden die Setzlinge in den Garten gepflanzt. Die Wurzeln sind sehr empfindlich. Es muss also sehr vorsichtig gearbeitet werden. Die Jungpflanzen brauchen an den Wurzeln noch sehr viel Wärme. Vor dem Setzen im Garten verrotteter Pferdemist oder halb Verrotteter Kompost im Pflanzloch verteilen.
Gute Nachbarn: Ideal in der Nähe sind Basilikum, Bohnen, Dill, Erbsen, Fenchel, Kohlarten, Kopfsalat, Kümmel, Mais, Porree, Rote Bete, Sellerie und Zwiebeln.
Schlechte Nachbarn: Nicht in der Nähe gepflanzt werden sollten Tomaten, Kartoffeln, Radieschen, Rettich, Spinat und Stangenbohnen.

Peperoni
Standort: Die Peperoni mag es sonnig bis halbschattig, auf jedem Fall aber sehr hell. Ausserdem sollte darauf geachtet werden, dass sie windgeschützt sind und humushaltige Erde haben.
Erntezeit: je nach Sorte erntet man von Juli bis Oktober.
Vermehrung: Vermehrt wird die Pflanze durch die Samenkörner welche sich in der reifen Frucht befinden. Vor dem Säen im Januar, die Samenkörner einweichen. Sie werden etwa 3 Tage in warmes Wasser gelegt. Die ersten Samen keimen dann bereits. Die Keime werden ca. doppelt so tief in die Erde gesetzt wie sie gross sind. Die Töpfchen brauchen über 20 Grad und sehr viel Licht. Wenn die kleinen Pflanzen etwa 5 – 6 Blätter haben, können sie pikiert werden. In den Garten werden die Jungpflanzen ab Mitte Mai in humusreiche Erde gesetzt. Sie müssen feucht bleiben, Staunässe ist aber zu vermeiden.
Gute Nachbarn: Geeignet dazu sind Gurken, Kohl, Möhren, Stangenbohnen und Tomaten.
Schlechte Nachbarn: nicht geeignet sind Erbsen, Fenchel und Rote Bete.

Zucchetti
Standort: Die Pflanze mag es sonnig und mit humushaltigem Boden. Sie braucht Windschutz.
Pflege: Die Zucchetti muss sehr viel gegossen und ab und zu mit Kompost gedüngt werden.
Ernte: schon 5-6 Wochen nach der Pflanzung beginnt die Ernte. Sie sollte etwa 20 cm lang sein. Kleinere Früchte sind zarter, dafür aber reicher an Nitrat. Häufiges Ernten erhöht den Ertrag, da die Pflanze nach produziert.
Vermehrung: Nach den Eisheiligen werden die Samen direkt ins Gartenbeet gepflanzt. Sie sollte im Folgejahr nicht an die gleiche Stelle gepflanzt werden und nicht an der Stelle, wo im Vorjahr der Kürbis war.
Gute Nachbarn: Basilikum, Bohnen, Erbsen, Mangold und Zwiebeln. Auch Kapuzinerkresse passt sehr gut zu Zucchini.
Schlechte Nachbarn: alle Gurkengewächse.

Kürbis
Standort / Allgemeines: Ein rankender Kürbis braucht 4qm Platz, ein nicht rankender 1qm. Bei Platzmangel kann man die Pflanzen auch hoch binden. Für einen guten Ertrag bietet es sich an 2 Pflanzen derselben Sorte zu säen. Sie lieben es sonnig und windgeschützt in humusreicher Erde. Im Schatten gehen sie ein. Ab Mitte Mai können die Pflanzen direkt ins Freiland gesetzt werden. Vor Nachtfrost sollten sie geschützt werden.
Pflege: Im Anfangsstadium ist das Jäten von grosser Wichtigkeit. Giessen muss man nur im Gewächshaus. Im Garten reicht der Sommerregen aus.
Schädlinge: Mäuse knabbern gerne an den reifen Früchten und gerade bei Schnecken ist der Kürbis äusserst beliebt.
Ernte: Der Kürbis ist reif, wenn er sich komplett trocken anfühlt und die richtige Farbe angenommen hat. Es ist aber von Sorte zu Sorte unterschiedlich. Bei der cucurbita zum Beispiel muss der Stil komplett hellbraun sein und bei der Kalebasse darf der Hals sich nicht mehr biegen lassen.
Gute Nachbarn: Brokkoli, Mais oder Ringelblume passen sehr gut zu Kürbis.
Schlechte Nachbarn: Dill oder Gurke sollten nicht in unmittelbarer Nähe sein.

Januar 2014, Alex Borer und Karin Deutsch